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Anna




Annas Geschichte geht weiter .....

hier kommen auch noch ganz viele Fotos in den Text !!



..... und hier möchte ich doch die Geschichte von Anna,

AnnaLie, Annaliese oder „Schnuppe“ weiter erzählen .....


Anna hat sich inzwischen gut bei uns eingelebt und ist

zusammen mit Janosch und Dorian ein sehr ruhiges und

angenehmes Familienmitglied.

Sie passt sich gut an, außer dass sie aufs Futter giert wie

nur was.

Das ist vermutlich ein „Erbe“ aus ihrer Zeit, in der sie allein

unterwegs war.

Sie lässt die Jungs ganz in Ruhe futtern, aber mich hat

sie genau im Auge und wenn irgendwo was knistert,

wusch .. schon ist sie da


Im Juni 2004 fuhren wir alle nach Süpplingen im Elm.

Dort findet die alljährliche Sommerausstellung des DOESC

( Deutscher Old English Sheepdog Club ) auf einem sehr

schönen großzügigen Wiesengelände statt.

Bei gutem Wetter sitzen wir zum Begrüßungsabend draußen,

und wenn wir Glück haben, irrlichtern hunderte von

Glühwürmchen im Dunkeln.

Der Platz ist so groß, dass die Wohnmobile direkt darauf

parken können, sehr praktisch.


Und so wollten wir das diesmal auch machen, ganz zünftig

mit großem Vorzelt und umzäuntem „Vorgarten“ für die

Hunde.

Allein das 1. Aufbauen des neuen Vorzeltes war ein

Abenteuer, dass ich nur mit der kräftigen Unterstützung

von zwei technisch ausgebufften Helfern schaffte, danke

Ralf und Jürgen


Wir hatten im Vorzelt super Platz, aber es wurde in der Nacht

empfindlich kalt, obwohl es Mitte Juni war. Als ich deswegen

aufwachte ( außerdem war mein Luft-Hochbett eine ziemlich

gewöhnungsbedürftige, wacklige Angelegenheit ), wickelte ich

um Janosch vorsichtshalber eine Decke und so störten ihn die

6 Grad nicht. Dorian und Anna hatten ja ihr dickes Fell.


Morgens machte ich mich schnell fertig, versorgte die Hunde,

und war dann auch schon im „Arbeitsdienst“. Denn ich hatte für

Sonntag in der Küche meine Hilfe zugesagt, und wollte mit ein

paar anderen hilfreichen Feen zusammen, tonnenweise Brötchen

belegen, kannenweise Kaffee kochen, über die Mittagszeit

stapelweise schmutzige ( Grillwürstchen- ) Teller und Bestecke

schrubben ( wieso nehmen die Leute immer sooo viel Senf auf

den Teller, wenn sie ihn doch nicht essen ... ???? ).

Deswegen also der Vorgarten für meine Hunde, aber ich hatte

nicht mit Anna gerechnet.

Anna sperrt man nicht ein ....


Schwupps, und sie tauchte freudestrahlend in der Küche

auf J , da darf sie aber nicht rein, also zurück mit der Dame zu

den beiden ganz lieb HINTER dem Zaun liegenden Jungs

( ich weiß schon, weswegen ich eigentlich ein Jungs-Frauchen

bin ).

Naja, ihr könnt euch vorstellen, was passierte, nachdem sie

zum 3. Mal angehopst kam, und sich schon gar nicht mehr in

die Küche traute ..... , sie suchte sich ein Ersatzfrauchen,

schmuste sich bei Birgitte, unserer lieben dänischen Richterin

ein, und durfte erstmal bei ihr bleiben.


- ( Birgitte schätzte Anna übrigens älter ein als der Tierarzt,

schon auf 3 – 4 Jahre. Sie ist selbst Tierärztin, OES-Züchterin

und -Richterin, also war mir ihre Meinung wichtig.

Und Birgitte meinte lächelnd, dass Anna sie an ihre erste

Bobtailhündin erinnere, so in den 70 igern ....

Spätestens da wurde mir klar, dass ich mit Anna nicht züchten

werde, denn der OES hat sich seit dieser Zeit doch sehr

verändert, nicht in allem zu seinem Vorteil, aber eben verändert,

und Anna mit ihrem braunen Fell ohne Unterwolle bedeutete

da nicht unbedingt einen Schritt nach vorn.


Meine Dr. Ulli allerdings bedauerte das später sehr und

betonte, dass so „frisches Blut“ gesundheitsmäßig und auch

charakterlich der Zucht nie schaden könne, pfeif aufs Fell..

Na ja, aber Ulli ist auch kein Aussteller... , und aus der

Sicht eines Tierarztes hat sie sicher auch irgendwie Recht ) -


Als aber Birgitte in den Ring wollte, denn ohne sie fand die

Ausstellung nicht statt, musste Anna für kurze Zeit ins ( luftige ! )

Auto. Wenn ich nicht am Steuer sitze, dann tut es eben Anna,

und so konnte sie auch alles Wichtige bestens sehen.

( Foto Anna am Steuer )


In der Küche war irgendwann das schlimmste Chaos

beseitigt und ich konnte mich wieder um meine Hunde

kümmern; zu einer Stippvisite war ich vorher jede Stunde

mindestens einmal zu Besuch, aber sie meinten, ich brauchte

sie nicht zu kontrollieren, sie würden schon auf alles aufpassen.


Zu allererst war ein ausgiebiger langsamer Spaziergang mit Jani

fällig, er hatte schon morgens den Stand mit Hunde(kau)artikeln

erschnuppert und fest ins Auge gefasst.

Jani geht an solchen Ständen schon seit der ersten Ausstellung

allein einkaufen, und alle freut`s, vor allem den Händler, denn er

bekommt von mir die glaubwürdige Zusage, dass ich alles bezahle,

was mein Juppi so verköstigt hat, und Janosch verköstigt an

solchen Tagen eine ganze Menge !!

( Foto Jani katscht Rinderkopfhaut )


Aber das darf er, denn er hat seine helle Freude daran, sich

genau DAS Rinderohr auszusuchen, das am Besten duftet

( und was natürlich rein durch Zufall auch das größte ist ).

Und damit sich das Rinderohr nicht so alleine fühlt, darf ein

dicker Keks nicht fehlen, und nach etwas Hartem ist etwas

Weiches besonders bekömmlich.

Und nach etwas Süßem, etwas Herzhaftes,

leuchtet ein, oder ??


Klar, auch Dorian und Anna durften Delikatessen des netten

Händlers probieren, und dann war bald der ernste Teil der

Ausstellung vorbei, einige Aussteller schon abgereist,

und die verbliebenen Hunde durften frei auf der Wiese toben.


Sabrina, Martinas und Ralfs Tochter, rannte mit Anna und

ganz überschwänglich umarmte sie sie überraschend ganz

fest: „meiiine Anna...“.

Anna aber schnappte plötzlich zu, sie schnappte bewusst

an Sabrinas Kopf vorbei, erwischte nur ein paar Haare, aber

sie schnappte, und Sabrina erschrak sich ganz doll und fing an

zu weinen. Ich habe mich genauso erschrocken, denn so hatte

ich Anna bisher nicht erlebt. Anna kannte Sabrina schon von

2 Bobtail-Spaziergängen, und die Beiden hatten sich immer

gut verstanden. ( Foto Taxi gefällig )


Warum also diese Reaktion ??

Auch Anna selbst wirkte erschrocken und „verkroch“ sich bei mir.

Zu allem Überfluss hatte Anna auch nachmittags schon unsere

Bobtailfreundin Hannelore ins Bein gekniffen.

Warum ???? Ich war völlig verzweifelt.

Hatte ich da einen Hund aufgenommen, der durch schlechte

Erfahrungen von früher ( von denen ich aber nichts wusste ) zum

Beißer in bestimmten Situationen geworden war ???


Konnte ich jetzt nie wieder mit meinen Hunden auf Reisen gehen,

oder nur mit Jani und Dori, und Anna musste zu Hause bleiben ?


Hannelore ( durch sie war Anna zu uns gekommen ) wollte sie

nur streicheln ( von oben über den Kopf ) und hatte zu ihr gesagt:

„wir kennen uns doch schon..“


Nachdem wir Sabrina wieder beruhigt hatten ( ich schickte ihr

später als kleines Schmerzensgeld noch ein schönes Bastelbuch ),

packte ich alles zusammen und fuhr sehr traurig und sehr

durcheinander mit den Hunden nach Hause.

Ich grübelte und grübelte.


Plötzlich hatte ich ein Bild von einem „Marktgeschehen“ vor mir:

ein Platz, viele Wagen, Zelte / Verkaufsstände, viele Leute, viel

Gewusel. Ganz deutlich und in Farbe.

Ja, genau so hatte es in Süpplingen ausgesehen.

Aber was hatte das mit Anna zu tun ??


Ich musste unbedingt Sinja anrufen, eine Tierkommunikatorin,

die ich kurz zuvor kennen gelernt hatte, ich musste wissen,

warum Anna so reagiert hatte, ich wollte ihr doch helfen.

Sinja kam schon am Montag, ich stellte ihr meine Fragen

an Anna.

An mein „Bild“ hatte ich in dem Moment gar nicht mehr gedacht,

und Sinja kommunizierte mit Anna.

Jani und Dori durften bei ihr bleiben, ich musste mich raus ins

Treppenhaus setzen, um Sinjas Konzentration nicht zu stören.

( Mittlerweile kenne ich auch Tierkommunikatoren, die die ganze

Familie um sich haben können, das ist eben unterschiedlich. )

Ganz andächtig saß ich da und war total gespannt, was bei

dem Gespräch heraus kommen mag.


Als Sinja mir signalisierte, dass die Kommunikation beendet

sei, erfuhr ich ein paar Momentaufnahmen aus Anna`s

bisherigem Leben.

Anscheinend war sie bei jungen Leuten aufgewachsen,

die aber mehrere kleine Kinder hatten.

Anna war ein lebhafter Junghund, sie und die Kinder waren

zuviel für die Mutter, also wurde Anna in eine Kammer gesperrt.


Irgendwann wurde sie abgegeben an einen Mann, der wohl auch

ganz freundlich war.

Aber auch der gab sie an einen anderen Mann weiter, warum

auch immer.

Dieser Mann schlug sie anscheinend, denn Anna zeigte Sinja

wiederholt, dass etwas Plötzliches, Bedrohendes von vorn oben

kommt, vor dem sie Angst hat.
Und gegen das sie sich versucht hat zu wehren.

Und dieser Mann muss versucht haben, sie zu verkaufen, denn

Sinja „sah“ einen Markt mit Verkaufständen und mit Anna, die

angebunden auf eine neue Familie wartete .....


Anna zeigte Sinja als letztes, dass sie allein und frei in einem

Wald läuft .....


Ich war wie vor den Kopf gestoßen und plötzlich war mir alles klar !!!

Anna kam über viele teilweise traumatische Umwege zu uns,

sie hatte endlich hier in der Runde der netten Jungs ein Zuhause

gefunden, sie wollte Vertrauen fassen.

Und dann fuhren wir auf die Ausstellung.... da waren Autos und

Zelte und Leute, und ich sperrte die Hunde im „Vorgarten“ ein....

ließ sie allein...., und fremde Leute sprachen zu ihr.....

zweimal kommt „etwas Plötzliches“ von oben ganz dicht an sie ran ....


Was war, wenn Anna sich SO gefühlt hatte an diesem Tag ?

SO, wie sie sich gefühlt hatte, als der Mann sie geschlagen hatte

und auf dem Markt verkaufen wollte, und sie ausbüxte ??????


Ich hätte heulen können, dass ich so unüberlegt gehandelt und sie

mit alten Ängsten und schlimmen Situationen konfrontiert hatte.

Natürlich ohne es zu wollen !!!

Aber trotzdem getan habe !!

Ich nahm Anna in die Arme und bat sie um Verzeihung.

Ich weiß, sie hat es verstanden, denn sie war bald wieder ganz lustig

und seitdem hat sie auch nie wieder geschnappt.


Als ich Sinja von meinem „Marktbild“ erzählte, sagte sie: dass schoss

dir nicht so durch den Kopf, sondern das hatte Anna dir geschickt,

weil sie ja spürte, wie verzweifelt du warst, quasi als Entschuldigung

und auch als Erklärung für ihr Verhalten.


Ich hatte zum ersten Mal erfahren, wie Tierkommunikation

funktioniert !!!!


Ich war so begeistert und dermaßen fasziniert, dass ich meine

Fühler nach einem Menschen ausstreckte, der mir helfen konnte,

auch so mit Tieren zu kommunizieren, wie es Sinja kann, na ja,

oder fast so gut.

Und so kam Ilka in mein Leben, ich bat sie, mit meinen Hunden

zu sprechen, später absolvierte ich bei ihr einen Grundkurs.


Ilka saß dann im Januar 2005 bei uns am Tisch, manchmal auch

auf dem Fußboden, inmitten meiner 4 Hunde, ich war live dabei

und ebenso eine Freundin, Katja ( der Arm in Janoschs

Bildergeschichte J ).

Ilka bekam von Anna Bilder von einem Mann, der schwarze Haare

hat, sehr groß und breit ist und vor dem sie Angst hat.

Und Anna zeigte Ilka, dass sie eine lange Zeit unterwegs war,

bevor der nette Herr Naujok sie auf der Straße aufgelesen hat

und sie zu Astrid kam.

Das heißt, dass Anna gar nicht in der Nähe von Bodenteich

ausgesetzt wurde, sondern, dass sie vielleicht wirklich wochenlang

allein unterwegs war und eine lange Strecke zurück gelegt hat.


Das würde ihren schlechten körperlichen und seelischen Zustand erklären.


So ganz genau werden wir das nie erfahren, und ich will mich

ehrlich bemühen, sie das ganze Schlimme vergessen zu lassen,

in der Hoffnung, dass sie ein fröhlicher Bobtail ist und gerne bei uns

lebt.


Aber mich interessierte doch auch besonders Annas richtiges

Geburtsdatum, bisher hatte sie ja nur einen „geschenkten“ Geburtstag.

Ilka fragte und pendelte es zur Sicherheit nach: 07.01.99

Demnach wäre Anna deutlich älter als bisher angenommen

( Birgitte hätte sie noch ein Jahr zu jung geschätzt ),

ich bin nun gespannt, wer Recht hat.


Anna ist also dann jetzt im Januar 2008 9 Jahre alt geworden

und ist rundum fit und puppenlustig.

WENN sie mal 16 , 17 und 18 Jahre alt wird, habe ich

2 Möglichkeiten: entweder erkläre ich sie zum ältesten Bobtail

Europas, dann kommen die „Der Hund“-Reporter und der

Bürgermeister zu ihrem Geburtstag und das Musikkorps der

Dorffeuerwehr spielt.... oder ..... Anna oder Ilka haben sich im

Datum geirrt.


Anna musste im Herbst 2004 aus gesundheitlichen Gründen

kastriert werden. Die OP überstand sie wunderbar, aber sie stand

völlig aufgelöst da, den „Kragen“ um den Kopf.

Ich konnte sie nicht beruhigen, sie stand, die Nase fast auf dem

Fußboden, die ganze Nacht ....

Morgens, ich hatte ja auch nicht geschlafen, konnte ich das

lebende Trauerbild nicht mehr ertragen und habe ihr erklärt, dass

sie die Tüte tragen muss, damit sie sich die Wunde nicht aufleckt.

Aber wenn sie nicht leckt, dann erlöse ich sie von dem Monstrum.

Ich nahm ihr die Tüte ab, Anna legte sich aufatmend hin, schlief

erschöpft ein, und sie hat nicht ein einziges Mal geleckt !!

Die Naht war ganz schnell und gut abgeheilt.


Anna fand eine neue Aufgabe, als Bjarne als 11 Wochen altes Baby

am 31.07.2004 zu uns kam, bzw. sie hat sich ihn gleich „gekrallt“,

damit wenigstens einer unter ihr in der Rangfolge steht.

Sie ist eine strenge, aber gute Ziehmutter und Nanny und auch

heute schmeißt sich der mittlerweile 70-cm-Schulterhöhe-große

Bjarne vor ihr in die Wiese.


Anna spielt manchmal etwas derbe, die Beiden toben viel und

darüber freue ich mich; Anna nimmt mir eine Menge Arbeit ab und

hat mit Bjarne einen ebenbürtigen Sparringspartner.

Da rede ich absolut nicht rein: lass sie machen, der Letzte darf

mit der weißen Fahne winken ...


Von ihrer Aufgabe her, so wie Anna sie versteht, soll sie hier für mehr

Ordnung sorgen, ich bin ihr auch nicht pünktlich genug.

Was eigentlich nur sagen soll, dass ich nicht immer als erstes

und sofort Anna`s Futter mache.

Kommen wir vom Spaziergang zurück, relaxe ich ein paar Minuten,

verpuste mich und lese etwas. Anna steht aber schon in den Startlöchern.

Ich „sehe“ sie dann immer, wie sie die Hände in die Hüften stemmt

und auf ihre Armbanduhr klopft:

was ist... Futter immer noch nicht fertig .. ?????


Achso, und das Weibliche will sie unterstützen, hier bei so vielen

Männern, na gut...

Ich persönlich halte nicht so viel von „weiblich“ / „männlich“,

mir sind liebe Menschen wichtiger, egal als was.

 

 

 

Anna 1. Seite